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Behandlung

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine Behandlungsmethode, die den Körper als Ganzes betrachtet. Der Osteopath kommuniziert mit dem Gewebe, d. h. er tastet den gesamten Körper ab, prüft die Beweglichkeit der Gelenke, die Funktion und Verschieblichkeit der Gewebestrukturen. Dabei werden dem Körper keine neuen Funktionen aufgedrängt, ich gebe ihm mittels verschiedener Techniken durch meine Hände den entscheidenden Impuls zur Selbstregulation

Die Verbindungen aus Osteopathie und energetischen Therapien lassen die Behandlung ganzheitlich werden.
Die energetische Pferde-Osteopathie ist eine Synthese aus Osteopathie, Kraniosakraltherapie, Muskel- und Faszientechniken, Akupunktmassage, Farb- und Laserpunktur. Der Muskeltest der Applied Kinesiology kann als diagnostisches Werkzeug alle Bereiche verbinden.
Diese Techniken wirken u. a. auf die Energetik des Pferdes ein. Ihre Sanftheit setzt den natürlichen Regulationsmechanismus des Organismus in Gang. Unter Beachtung der Gewebereaktionen lösen sich Wirbelblockierungen, Muskelverspannungen und oftmals organische Probleme auf.

Physiotherapie

Die Physiotherapie konzentriert sich auf die Funktion der Weichteile wie z.B. Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien, welche letztendlich die Gelenke bewegen. Die Beweglichkeit der Gelenke und  die Muskelfunktionen bedingen sich somit gegenseitig.
Durch verschiedene manuelle Mobilisierungstechniken und Muskeldehnungen wird eine Lockerung der Gewebsstrukturen erreicht. Ziel ist es, den Muskeln und Nerven,  die sich ebenfalls durch alle Gewebeschichten ziehen, zu einer optimalen Funktion zu verhelfen.       Durch die Physikalische Therapie werden die spezifischen manuellen Therapien intensiviert. Hierzu zählen z.B. die Thermotherapie (Wärme-, Kältereize), therapeutischer Ultraschall, Laser- und Magnetfeldtherapie. Für diese therapeutischen Maßnahmen sind die Kenntnis der Anatomie und  sensible Hände unerlässlich, denn nicht die Kraft und körperliche Konstitution des Therapeuten machen den Behandlungserfolg aus, sondern das kompetente Fühlen und Bewegen.
Die Physiotherapie hilft, die Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern. Ich kombiniere die Physiotherapie mit der Osteopathie, um zum Wohl des Tieres eine umfassendere Therapie anbieten zu können.

Physiotherapeutische/osteopathische Massnahmen können sowohl rehabilitativ nach Verletzungen (Muskel-, Sehnen-, Gelenkverletzungen nach tierärztlicher Versorgung) als auch vorbeugend zur Gesunderhaltung angewandt werden.

Die halbjährliche Untersuchung der Pferdewirbelsäule sollte so selbstverständlich wie die Gebisskontrolle durch einen Zahnspezialisten sein.
Grundsätzlich sollte so schnell wie möglich nach einer Verletzung behandelt werden, da eine frische Läsion besser und schneller zu behandeln ist als eine alte und chronische.

Elektrotherapie (Mittelfrequenztherapie)

Anwendung spezieller Massageprogramme (Muskelaufbau, Konditionstraining)
- Behandlung spastischer oder paretischer Muskeln
- verschiedene Schmerztherapie-Programme

Dry Needling

ist die Behandlung myofaszialer Triggerpunkte mittels Akupunkturnadeln. Beim Dry Needling wird gezielt in den Triggerpunkt oder in die unmittelbare Umgebung eine entsprechende Nadel gestochen. Dadurch werden Verkrampfungen gelöst, die Durchblutung an den betroffenen Stellen angeregt, später entwickeln sich Entzündungsmerkmale zurück.
Ein Triggerpunkt ist ein hochempfindlicher Knoten innerhalb eines Skelettmuskels und kann bei Druck schmerzhaft in andere Körperregionen (Referred Pain) ausstrahlen. Triggerpunkte bewirken eine Verkürzung des betroffenen Muskels und entstehen durch Traumata, einseitiger Be-/Überlastung oder Stress.
Diese Form der Behandlung wird in vielen europäischen Ländern, besonders in der Schweiz und den Niederlanden bei Menschen angewendet.
Die wohl umfangreichsten Erfahrungen mit Dry Needling bei Pferden sind wohl in den Niederlanden gemacht worden. Dort gehört dies fast schon zur Standardtherapie. In Deutschland gibt es nur wenige ausgebildete Therapeuten, die Dry Needling nutzen.

Blutegeltherapie

Das klingt für manchen schaurig. Dabei leistet der Blutegel in der Medizin wertvolle Dienste. Auch bei Pferden kann der „Hirudo medicinalis“ bei vielfältigen Krankheiten eingesetzt werden. Die Erkrankungen reichen von akuter Rehe über Spat bis hin zu Gelenkgallen.
Das Einsatzgebiet der Blutegeltherapie im Bereich der Pferdeheilkunde ist groß: Hufrehe, Arthritis/ Arthrose, Ödeme, Bisswunden, Abszesse, Entzündungen (z.B. Fesselträger- oder Sehnenentzündungen), schlecht heilende (Operations-)Wunden.
Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem Einsatzbereich der kleinen Vampire. Es lohnt sich bei den verschiedensten Beschwerden, nachzufragen, ob nicht eine Blutegeltherapie sinnvoll sein könnte.

Kappzaumarbeit/Doppellonge
Aktive Bewegungstherapie als ein Teil der Rehabilitativmaßnahmen
Pferde, die aufgrund von Rückenproblemen eine Zeit lang nicht geritten werden dürfen, können regelmässig auf geeignetem Boden longiert werden. Es empfiehlt sich dabei, einen passenden Kappzaum zu verwenden, um die Rückentätigkeit zu verbessern. Es sollten keine Hilfszügel verwendet werden, die eine starre Verbindung zwischen Kopf und Rücken darstellt, da sonst weitere Verkrampfungen entstehen können. Die Arbeit an Kappzaum/Doppellonge erlaubt feine, präzise Hilfen, die dem Pferd erlauben, sich ungezwungen nach vorwärts-abwärts zu dehnen, sobald es die Muskulatur zulässt.
Pferde mit Rückenproblemen sollten nicht oder nur selten in starker Aufrichtung geritten werden. Jede Massnahme, die zu einem konkaven Rücken führt, ist daher bei rückenkranken Pferden kontraindiziert. Die meisten Pferde müssen vermehrt in die Tiefe, also vorwärts-abwärts geritten werden.
Dressurlektionen, gymnastizierende Arbeit, Stangen- und Cavalettiarbeit gehören in jedes Trainingsprogramm, gleich welcher Sportpferdedisziplin man angehört. Auch konditionsfördernde Arbeit, wie lange, ruhige Galoppaden dürfen nicht vergessen werden.

Craniosacral-Therapie

Die Craniosacral-Therapie hat sich aus der Osteopathie entwickelt und wurde von William G. Sutherland D.O., einem Schüler von A.T.Still, begründet. Es handelt sich um eine sehr sanfte manuelle Technik, mit intensiver Wirkung. Der Therapeut behandelt dabei den Kopf und das Kreuzbein. Grundlage dieser Therapie ist die Eigendynamik der Schädelplatten, welche sich aus der rhythmischen Pulsation der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit ergibt. Zudem muß der Knochen selbst als lebendes, dynamisches Gewebe betrachtet werden. Störungen in dieser Dynamik führen zu einer Hemmung des Liquor-Kreislaufes und beeinflussen den ganzen Körper. Die Therapie bewirkt eine Tiefenentspannung, aktiviert den Liquorfluss, regt die Selbstheilung des Körpers an und hat damit Einfluß auf den gesamten Bewegungsapparat.

Akupunktmassage und Akupressur

Für die traditionelle chinesische Medizin ist Gesundheit nur bei freiem Fluss der Körperenergien möglich. Die Energie fließt in Bahnen (den Meridianen) durch den Körper. Der freie Fluss kann durch viele Faktoren gestört werden, wie z. B. durch falsche Ernährung, Verspannungen, Blockierungen, Stress. Und ein gestörter Energiefluss kann lokale Störungen oder Krankheiten verursachen. Bei dieser Therapieform geht es darum herauszufinden, woher die Ungleichgewichte kommen und sie mithilfe von Akupunktmassage (APM), Farb- oder Laserpunktur zu beheben.

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